Ölbilder

Frühe Porträtbilder aus den 1920er und 30iger Jahren wurden von ihm noch unter dem Einfluss der Neuen Sachlichkeit (steif und schnörkellos) gemalt. Hermann Hübsch war ein Vertreter der schwäbischen Moderne und zeitgenössischen Kunst der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine gegenständlich-figürliche Malerei beinhaltet oft Ornamentik und geometrische Farbflächen.

Vor dem Krieg signierte Herr Hübsch seine Ölbilder mit H. Hübsch. Nach dem Krieg verwendete er nur noch das Monogramm HH. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel. Einige wenige Beispiele, bei denen er später mit Datum und H. Hübsch signiert hat, sind erhalten geblieben.

Die Schnee- und Erntebilder aus den 1960er Jahren stellen einen Höhepunkt in seinem künstlerischen Schaffenswerk dar.

Hermann Hübsch gestaltete die Rahmen für seine Bilder auch immer selber. Aus Holzlatten zimmerte er die Rahmen zusammen und grundierte sie  dann weiß. Alle von ihm gerahmten Ölbilder haben eine kleine weiße Zierleiste, die das Bild im Rahmen hält. Die Frontseiten der Rahmen wurden entweder schlicht in einem hellen grau/beige gestrichen, während die Seitenflächen in einem dunklen grau/blau ausgeführt wurden. Bei aufwendig gestalteten Rahmen wurde die Frontflächen mit rotbraunem Poliment grundiert und mit Schlagmetall in Gold oder Silber belegt. Auch Schellack und Gumi Gutti Pulver wurden, bei der farblichen Rahmengestaltung, gerne von ihm genutzt.

Die Ölfarben, die er für seine Bilder benötigte, stellte er sich selber her. Im Atelier, unter dem Fenster, hatte er hierfür ein Regal, wo er Gläser mit bunten Pigmentmehlen aufbewahrte, die er sich auf einer Steinplatte, mit Leinöl und mit Hilfe einer Spachtel, „anrührte“. Anschließend füllte er die Ölfarben in leere Alufarbtuben um.