Hermann Hübsch wurde am 22. November 1901 in Lucine (polnisch Luczyna), im Kreis Trebnitz (polnisch Trzebnica) in Niederschlesien, als Sohn eines Zimmermanns und einer Landmagd, geboren. Er hatte noch drei Geschwister.
1920 – 26 Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Malerlehre, ging als Geselle auf Wanderschaft und war jetzt schon künstlerisch tätig.
Weiterbildung durch Abendkurse an den Universitäten in Düsseldorf und Tübingen, hier 1925 bei Professor Heinrich Seufferheld.
1926 – 32 absolvierte er sein Studium an der Kunstakademie in Stuttgart bei den Professoren Hans Spiegel, Alexander Eckener, Robert Breyer und Arnold Waldschmidt.
1933 Bezug seines ersten Ateliers in der Birkenwaldstraße. Das Atelier wurde 1944 bei einem Fliegerangriff auf Stuttgart zerstört. Verlust seines Frühwerkes.
1940 – 45 Kriegsdienst in Stuttgart und Schlesien.
Von Mai bis Anfang September verbrachte er seine Kriegsgefangenschaft im Lager Kreuzburg (polnisch Kluczbork) bei Breslau (polnisch Wroclaw).
Mitte September 1945 Rückkehr nach Stuttgart.
1947 war er Mitglied bei der Neugründung der Künstlergruppe „Stuttgarter Neue Sezession“.
Mitarbeit bei der Neugestaltung des Verbandes Bildender Künstler in Stuttgart.
Mit seinen Malerkollegen Hans Fähnle, Rudolf Müller, Heinrich Kübler und Emil Brüllmann begründet er 1947 die Freie Kunstschule wieder in Stuttgart, wo er auch bis 1956 als Dozent und Lehrer tätig war.
Er wohnte von 1945/46 – 1987 in seinem „Gütle“, einem Gartenhaus zwischen Möhringen und Plieningen.
1961 heiratete er seine ehemalige Meisterschülerin Doris Schoettle.
1963 Geburt seines Sohnes Mathias.
Hermann Hübsch war Mitglied im Baden-Württembergischen Kunstverein und arbeitete von
1948 bis zu seinem Tode 1995, in seinem Atelier, im Atelierhaus der Stadt Stuttgart, in der Ameisenbergstraße 61.
Zitat Hermann Hübsch: „Auch das Leben ist eine Kunst“ in einem Artikel zu seinem 70. Geburtstag in den STN November 1971.
Hermann Hübsch wurde am 22.11.1901 in Luzine (polnisch Luczyna), im Kreis Trebnitz (polnisch Trzebnica) in Niederschlesien, als Sohn eines Zimmermanns und einer Land-Magd, geboren. Er hatte noch drei Geschwister; seinen älteren Bruder Wilhelm und seine jüngere Schwester Emma. In einem Brief der Familie Spröte, zur Abwicklung des Nachlasses von seinem Bruder Wilhelm, wird von zwei Schwestern gesprochen. Eine dieser Schwestern muss aber schon früh gestorben sein, da Herr Hübsch sie nie erwähnt hat.
Sein Vater verunglückte auf dem Bau, so dass die Familie in ärmsten Verhältnissen leben musste.
Dennoch konnte Hermann Hübsch nach seinem Schulabschluss eine 3,5-jährige Malerlehre, zum Schildermaler, mit Erfolg abschließen.
Danach ging er als Malergeselle auf Wanderschaft und war jetzt schon künstlerisch tätig. Er bildete sich an den Universitäten in Düsseldorf und Tübingen fort, hier unter anderem auch bei Professor Heinrich Seufferheld (Grafik, Radierung und Zeichnen).
Von 1926 – 32 absolvierte er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei den Professoren Robert Breyer (Malen), Alexander Eckener (Radierung), Arnold Waldschmidt (Malen / Bildhauerei) und Hans Spiegel (Wandmalerei / Komposition). Zitat Hermann Hübsch: “Herrn Prof. Spiegel war ich für manch entscheidende Anregung dankbar“ (aus einem Artikel zu seinem 70. Geburtstag 1971).
1931 und 1932 Teilnahme an den Ausstellungen der „Juryfreien Künstlervereinigung Stuttgart“.
1933 konnte er sich im Dachgeschoß, des Gebäudes Birkenwaldstraße 105, ein Atelier einrichten und war nun als freischaffender Künstler in Stuttgart tätig.
1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. In einer Einheit der Luftschutzpolizei Stuttgart, war er hier für das Aufspüren und Abdichten von Leckagen an Gasleitungen, im Einsatz.
1944 Verlust seines Frühwerks, da sein Atelier in der Birkenwaldstraße bei einem Fliegerangriff zerstört wurde und ausbrannte.
Im selben Jahr wurde er noch mit dem letzten Aufgebot an die Ostfront geschickt, wo er von Mai bis Anfang September 1945 in russische Gefangenschaft geriet und im ehemaligen Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht (Offizierslager) in Kreuzburg (ponisch Kluczbork)) bei Breslau (polnisch Wroclaw) inhaftiert wurde. Während dieses Aufenthaltes zeichnete Herr Hübsch seine Mitgefangenen. Auf der Rückseite notierte er sich die Namen und Adressen seiner Kammeraden. Mehrere Dutzende dieser Porträtskizzen sind erhalten geblieben.
Mitte September 1945 kehrte er nach Stuttgart zurück (erster Bildnachweis vom 28. September 1945 Aquarell Filderlandschaft mit Heuhocken) und hauste zunächst in einem Keller, eines ausgebombten Hauses, in der Schönbuchstraße 53, in Stuttgart-Rohr.
1945/46 zog er dann, nach dem Auszug des Lehrers Hans Kächele, der als Kommunist Berufsverbot erhielt und mit seiner Familie in den Kriegsjahren dort leben musste, in das Gartenhaus im Körschtal ein (Körschwiesen 5 u. 7 später Gewann Heidfeld 3), seinem „Gütle“, in dem er bis 1987 wohnte und lebte.
01.05.1946 Eintritt und Mitarbeit bei der Neugestaltung des Verbandes bildender Künstler Württemberg e. V. Stuttgart (Mitgliedsausweis Nr. 127).
1946 begründete er mit seinen Künstlerfreunden Emil Brüllmann (Bildhauer und Vorstand der Schule), Heinrich Kübler (Maler), Hans Fähnle (Maler) und Hans Schmitt (Grafiker) die Freie Kunstschule wieder in Stuttgart. Sie wurde 1927 vom Wegbereiter der Moderne Adolf Hölzel und seinem Meisterschüler August Ludwig Schmitt gegründet. Die Schule, die sich mit dem Schiller’schen Leitspruch „Kunst ist eine Tochter der Freiheit“ schmückte, stellte 1934 den Lehrbetrieb ein, um sich der Kunstdoktrin der nationalsozialistischen Machthabern, nicht unterwerfen zu müssen.
Weitere Dozenten waren hier, Helmut Mühle, Fritz Dähn, Alfred Lehmann, Ilse Beate Jäkel (Konrektorin), Emil F. Karsten, Dr. Jörg Kommerell (Anatomieunterricht) und Rudolf Müller.
An der Freien Kunstschule unterrichtete Hermann Hübsch von 1947 bis 1956 in den Fächern Figurenkomposition, Porträt- und Wandmalerei.
1947 nahm er an einer Ausstellung der Stuttgarter Sezession mit zwei Damenbildnissen in Öl und einem Bronzekopf einer jungen Schwäbin (Bronze ist noch erhalten) teil.
Am 01. Juli 1948 unterschrieb Hermann Hübsch den Mietvertrag für sein Atelier im Atelierhaus der Stadt Stuttgart in der Ameisenbergstraße, in dem er bis zu seinem Tode 1995 künstlerisch tätig war.
In einem seiner Meisterkurse unterrichtete er auch seine spätere Frau Doris Schoettle. Die beiden unternahmen damals schon viele Malreisen nach Italien, Frankreich oder in die Schweiz. Seine späteren Schwiegereltern, Erwin und Helene Schoettle, waren zunächst von der Liaison ihrer Tochter, mit dem 27 Jahre älteren Kunstdozenten, nicht begeistert und schickten ihre Tochter Doris (zur Besinnung) für einen längeren Aufenthalt nach England, wo die Familie Schoettle den Krieg im Exil auf der Isle of Man, verbracht hatte. Doch die Liebe war stärker. Hermann wartete, Doris wollte keinen anderen und die Liebe siegte.
Am 07. August 1961 heirateten Doris Hübsch-Schoettle und Hermann Hübsch.
1963 kam ihr Sohn Mathias auf die Welt.
Vom künstlerischen Talent seiner Frau hielt Herr Hübsch sehr viel. Durch die familiären Einschränkungen war ihr eine große künstlerische Entwicklung aber nicht vergönnt, so sein Tenor. Doris Hübsch-Schoettle arbeitete als freischaffende Künstlerin und designte z. B. Geschenkpapier für die Papierfabrik Spang. Nach dem Tode seiner Frau organisierte Herr Hübsch 1989 eine Gedenkausstellung für sie, im Bund Bildender Künstlerinnen Württembergs e. V. in der Eugenstaffel, wo seine Frau Mitglied gewesen war.
Von Montag bis Donnerstag wohnte Herr Hübsch in seinem Gütle in Plieningen. Am Donnerstagabend kam er in das Wohnhaus in die Wannenstraße zum Schlafen. Freitagmorgens brachte er den Müll hinunter in die Mülltonne und ging dann ins Mineralbad Leuze zum Baden und Saunieren. Hier hatte Herr Hübsch einen großen Freundeskreis in dem emsig, über alle aktuellen Themen, debattiert wurde.
Samstags widmete er sich der Gartenarbeit in der Wannenstraße oder fuhr mit seiner Familie auf die Schwäbische Alb bei Erpfingen-Sonnenbühl. Hier hatten seine Schwiegereltern ein Ferienhaus in der AWO-Anlage Beerenhalde.
Auf der Schwäbischen Alb unternahmen dann seine Frau und er ausgedehnte Malwanderungen.
Am Montagmorgen ging Herr Hübsch zum Arbeiten in sein Atelier und von dort aus dann wieder in sein Gütle ins Körschtal.
Dieser Wochenrhythmus wurde von Hermann Hübsch über Jahrzehnte beibehalten. Er brauchte diesen Freiraum, um künstlerisch aktiv sein zu können.
Herr Hübsch hatte zeitlebens einen Verbundpass für den öffentlichen Nahverkehr und wenn er mit der Straßenbahn fuhr, dann hatte er immer einen kleinen Block und einen Stift bei sich und skizierte damit, die mitfahrenden Fahrgäste. Kartonweise sind hier noch diese Schreibblöcke mit den Kopfskizzen erhalten geblieben.
Erst als seine Frau an Krebs erkrankte lebte er, ab 1987, ständig im Haus in der Wannenstraße und besuchte nur noch ab und zu sein geliebtes Gütle.
Seine Frau Doris starb am 22. März 1988. Er bildete nun mit seiner Schwiegermutter, Helene Schoettle (bis zu deren Tod 1994) und deren Schwester Frau Else Teichmann, die täglich zu Besuch kam, eine Zweckgemeinschaft. Zusammen versuchten die drei sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen, umso besser über die Runden zu kommen.
Seine letzte Ausstellung fand im Mai 1994 im Foyer des Stuttgarter Rathauses statt. Zu verdanken hatte er dies, der damaligen Kulturamtsleiterin der Stadt Stuttgart, Frau Dr. Dorit Sedelmaier, die ihm sehr wohlwollend gesonnen war.
Hermann Hübsch starb am 01.02.1995 während einer Saunasitzung in seiner Heimsauna in der Bopserwaldstraße und wurde auf dem Stuttgarter Waldfriedhof, im Grab seiner Frau Doris, beigesetzt.
























































